Unsere Reise durch Westeuropa

Unsere Reise durch Westeuropa
Unsere Reise in 2019 mit dem Auto durch Westeuropa
Im Sommer 2019 machten wir etwas, das man viel öfter tun sollte: Wir packten spontan das Auto, starteten in Düsseldorf und fuhren einfach los – ohne feste Planung, ohne Stress, aber mit viel Neugier. Unsere Reise mit dem Auto durch Westeuropa sollte uns quer durch faszinierende Städte, an traumhafte Küsten und in charmante Dörfer führen. Dieser Beitrag nimmt Dich mit – Kilometer für Kilometer, Eindruck für Eindruck.
Früher Start in Düsseldorf – Frühstück in Luxemburg
Wir starteten gegen 6:30 Uhr morgens in Düsseldorf. Die Autobahn war noch angenehm leer. Über Aachen und das kleine, grüne Malmedy ging es in gut 2,5 Stunden nach Ulflingen (Weiswampach) in Luxemburg. Gegen 9 Uhr rollten wir auf den Parkplatz des kleinen, modernen Restaurant K (Adresse: 2 Stawelerstrooss, 9964 Ulflingen, Luxemburg).
Hier gab es ein herrliches Frühstück mit frisch gepresstem Orangensaft, knusprigem Baguette und einem Blick ins Grüne. Ideal für den ersten Zwischenstopp – entspannt, sauber, freundlich. Und das Beste: Die Preise waren für Luxemburg erstaunlich fair.
Weiterfahrt nach Lyon – Landschaft, die begleitet
Gegen 11 Uhr ging es weiter. Unser Ziel: Lyon. Die Fahrt führte uns durch Metz, vorbei an Nancy und über Dijon – eine Route, die auch landschaftlich viel zu bieten hat. Weinberge, kleine Höfe und immer wieder sanfte Hügel begleiteten uns. Die Fahrzeit betrug etwa 6 Stunden, mit kleinen Pausen in Metz (ein kurzer Spaziergang am Moselufer) und in Dijon (einen Café au Lait am Place Darcy).
Unsere Reise durch Westeuropa
In Lyon kamen wir gegen 17:30 Uhr an. Ohne große Suche fanden wir ein Zimmer im Sofitel Lyon Bellecour (Adresse: 20 Quai Gailleton, 69002 Lyon, Frankreich). Zentral, elegant und mit fantastischem Blick auf die Rhône. Abends spazierten wir noch durch das Viertel Vieux Lyon mit seinen Renaissancebauten und aßen in einer der typischen Bouchons Lyonnais – bodenständig, deftig, gut.
Von Lyon ans Meer – Montpellier ruft
Nach einem entspannten Frühstück und Check-out gegen 10 Uhr fuhren wir weiter in Richtung Süden. Die Strecke über Vienne, Valence und Avignon führte uns schließlich nach Montpellier – ein echter Geheimtipp am Mittelmeer. Für die knapp 310 km benötigten wir etwa 3,5 Stunden, inklusive Tankpause kurz vor Avignon.
In Montpellier parkten wir in der Tiefgarage Comédie (sehr zentral) und spazierten durch die Altstadt. Wir ließen uns treiben: kleine Boutiquen, schattige Plätze, Café-Atmosphäre. Drei Stunden vergingen wie im Flug. Danach war uns klar – jetzt ans Wasser!
Abendstimmung in Marseille – Pizza und Plage
Am späten Nachmittag erreichten wir Marseille. Unser Ziel war der Plage des Catalans – ein kleiner, stadtnaher Strand mit feinem Sand. Hier standen wir barfuß im Wasser, die Sonne begann gerade unterzugehen. Magisch.
Abends aßen wir beim Italiener Splendido (Adresse: 72 Rue Sainte, 13007 Marseille, Frankreich) – hausgemachte Pasta, ein kühler Weißwein und eine entspannte Atmosphäre. Später ein kurzer Spaziergang durch das Viertel Le Panier, eines der ältesten Stadtteile Marseilles, und dann war klar: Die Schönwetterreise hatte offiziell begonnen.
Côte d’Azur – zwischen Luxus und Leichtigkeit
Am nächsten Morgen ging’s weiter. Die Route: Toulon, Saint-Tropez, Cannes und Nizza – wir ließen uns treiben, hielten an schönen Buchten, machten Fotos, tranken Kaffee am Hafen von Saint-Tropez (Tipp: Sénéquier mit Blick auf die Yachten) und fühlten uns frei.
In Nizza übernachteten wir im Hotel Campanile Nice Aéroport (Adresse: 459-461 Promenade des Anglais, 06200 Nice, Frankreich) – praktisch für die Weiterfahrt, mit sauberen Zimmern und Meerblick beim Frühstück. Die Lage direkt an der berühmten Promenade des Anglais war ideal für einen kurzen Abendspaziergang.
Monaco – Glanz und Verkehr
Der nächste Tag brachte uns nach Monaco. Die Strecke war nur 30 Kilometer lang, aber durch dichten Verkehr und enge Straßen war die Fahrt eine Herausforderung. Ein echter Tipp: Lass das Auto am besten im Parkhaus „Parking du Grimaldi Forum“ stehen – von hier aus ist alles gut zu Fuß erreichbar.
Wir flanierten durch das Casino-Viertel, staunten über die Autos, Boutiquen und Kulissen, und genossen ein Eis an der Place du Casino. Aber klar: Monaco macht man besser ohne Auto.
Bella Italia – Der Gardasee erwartet uns
Nach diesem Trubel sehnten wir uns nach Italien. Die Route führte uns vorbei an Genua, durch Ligurien, und nach weiteren 5,5 Stunden Fahrt kamen wir am Südufer des Gardasees an. Wir entschieden uns für einen Stopp in Desenzano del Garda – lebendig, charmant, direkt am Wasser.
Wir spazierten durch die Altstadt, aßen am Seeufer (Tipp: Trattoria Alessi, Via Castello, 3) und ließen den Abend ausklingen. Übernachtet haben wir in Trient, im gemütlichen Hotel America (Adresse: Via Torre Verde, 50, 38122 Trento TN, Italien). Von hier aus waren es am nächsten Tag nur noch wenige Stunden Heimweg.
Die Heimreise – über die Alpen zurück nach Düsseldorf
Unsere Rückfahrt führte uns über Bozen und Innsbruck (mit einem kurzen Kaffeestopp an der Inn-Promenade), dann über München und Nürnberg geradewegs nach Düsseldorf. Die reine Fahrzeit betrug knapp 9 Stunden, mit ausgedehnten Pausen waren wir gegen 20 Uhr wieder zu Hause.
Schlussgedanken – Was bleibt
Was von dieser Reise bleibt, sind nicht nur Fotos und Restaurantquittungen, sondern das Gefühl, wirklich gelebt zu haben. Keine straffe Planung, keine Reiseführer – nur unser Bauchgefühl und das Auto. Und es hat uns genau dorthin geführt, wo wir sein wollten: mitten ins Leben, in die Vielfalt Europas.
Wenn Du selbst überlegst, so eine Tour zu machen – tu es! Pack das Nötigste, plane grob die Richtung, und lass den Rest auf Dich zukommen. Die schönsten Momente sind oft die, die nicht geplant sind.
Und falls Dich mein Beitrag mitgenommen hat um selber eine Reise zu erleben dann freue ich mich wirklich über einen schönen Mommentar unter diesem Beitrag.
Es grüßt Euch Jörg & Harald aus Düsseldorf